Schützenverein Eichenlaub Schweitenkirchen e.V.
Schützenverein Eichenlaub Schweitenkirchen e.V.

Chronik

1880 – 1945:  Die Anfänge des Schützenvereins

Bereits um 1880 bestand in Schweitenkirchen ein Schützenverein, jedoch sind Angaben aus dieser Zeit auf wenige Anzeigen im Amtsblatt des Königlichen Bezirksamtes Pfaffenhofen beschränkt. Ein genaues Gründungsdatum konnte nicht ermittelt werden.
1926-1927 wurde der Schießstand " Einöd " am Mehringer Holz bei Giegenhausen, wo bis dahin nur ein provisorischer Stand existierte, gebaut. Im März 1928 genehmigte der Schweitenkirchener Gemeinderat hierzu einen Bauzuschuss von 30 Mark. Bis zum Standbau wurde hauptsächlich im Gasthaus Mehringer mit Zimmerstutzen geschossen. Die fünf neuerrichteten Stände waren gemauert bzw. betoniert; als Unterstand diente ein Holzhaus. Geschossen wurde mit Kleinkaliber und Feuerstutzen, im 3.Reich auch mit Militärgewehren. Jeden Sommer wurden Waldfeste sowie Preis- und Königsschießen abgehalten. Schweitenkirchener Geschäfte bauten zu den Waldfesten Verkaufsstände auf, wo Brotzeiten und Süßigkeiten verkauft wurden.Bei der Königsproklamation wurde dem Schützenkönig die schöne vereinseigene Schützenkette verliehen, die leider in den Nachkriegsjahren abhanden kam. Ab 1939 wurde die Anlage als Turn- und Übungsplatz sowie zur Abhaltung von Sonnwendfeiern o.ä. von der HJ benützt.

 

1946 – 1951:  Die Neugründung

Neugründung des Schützenvereins 1947 wurden die Schützen, die seit Kriegsbeginn ihren Verein stillgelegt hatten, unter der Leitung von Simon Krabichler als Abteilung des 1946 gegründeten Fußballclubs Schweitenkirchen geführt. Vereinslokal war, wie vor dem Krieg, das Gasthaus Mehringer. In den folgenden Jahren verlor die Schützenabteilung zu Gunsten des Fußballs immer mehr an Bedeutung, bis der Schießbetrieb im Winter 1950/1951 ganz eingestellt wurde.
Zur gleichen Zeit formierte sich im Gasthaus zur Post unter Anton Breitner (Pappberger) eine Gruppe von Freunden, darunter auch Mitglieder des dort ansässigen Gesangvereins, die sich die Neugründung eines Schützenvereins zum Ziel gesetzt hatten. Die ersten Schießen und Zielübungen wurden bereits im Herbst 1950 abgehalten, jedoch ohne offizielle Genehmigung und ohne Versicherungsschutz. Als Gewehr benützte man ein altes Luftgewehr. Feuerwaffen, auch Zimmerstutzen, waren ja von den Besatzungsmächten verboten bzw. mussten zu Kriegsende abgegeben oder unbrauchbar gemacht werden.
In der zum 13.10.1951 einberufenen Gründungsversammlung beschloss man, einen neuen, eigenständigen Verein zu gründen und somit die Schützentradition in Schweitenkirchen fortzusetzen. Zum 1. Schützenmeister wählte man den aus Bamberg stammenden Spenglermeister Josef Hufnagel, der vor dem Krieg als Wachtmeister in der damaligen Schweitenkirchener Polizeistation tätig war. Zum 2. Schützenmeister wurde Karl Marchelbeck und zum Kassier Ludwig Mayr gewählt.
Als Vereinslokal bestimmte man das Gasthaus zur Post. Die Schießabende wurden auf Samstag 19.00 Uhr festgelegt. Der monatliche Vereinsbeitrag betrug 50 Pf.
Am Ende der Versammlung hatten sich 16 Mitglieder eingeschrieben. Als letzten Punkt stimmten sie dem von Josef Hufnagel vorgeschlagenen Anschluss an den damals bestehenden Schützengau Pfaffenhofen und den Bayerischen Sportschützenbund zu.
Damit das Winterschießen überhaupt beginnen konnte, stellte der Vereinswirt Jakob Grünwiedl einen Teil des Gastzimmers und zugleich ein leichtes Luftgewehr zur Verfügung.

 

1952 – 1972:  Schießwettkämpfe und Preisschießen

Der erste Holzschießstand wurde in eine Fensternische eingepasst. Zieler- und Seitenblenden wurden so angefertigt, dass sie auf Tische aufgestellt und leicht abzubauen waren. Dieser Schießstand wäre heute aus Sicherheitsgründen undenkbar und doch wurde mehr als 10 Jahre im Gastzimmer und Saal unfallfrei geschossen. Als Anzeiger oder Zieler der geschossenen Ringzahl fungierte Hans Bantschu. Neben den Schießabenden wurden auch gesellschaftliche Veranstaltungen wie Kappenabend, Faschingsball sowie Neujahrs- und Kirchweihtanz mit der Kapelle Huber abgehalten. Mit den Einnahmen aus diesen Veranstaltungen konnte sich der Verein, der anfangs finanziell auf sehr schwachen Füßen stand, bereits 1953 bei Waffen-Wildmoser in Pfaffenhofen das erste Sport-Luftgewehr kaufen.
Ab 1953 wurden die ersten Freundschaftsschießen mit den umliegenden Schützenvereinen wie Ampertshausen, Aufham, Dietersdorf, Güntersdorf, Loipersdorf und Pfaffenhofen aufgenommen. Im selben Jahr wurde der noch heute sehr beliebte, alljährliche, Schützenausflug eingeführt. 1954 konnte der erste Seilzugschießstand mit Beleuchtung gekauft und im Saal installiert werden. Ein Anzeiger war somit nicht mehr nötig. Die Schießabende waren sehr gut besucht und auch die schießsportlichen Leistungen wurden immer besser.
Vom 16. bis 24. April 1955 wurde ein großes Preisschießen abgehalten, an dem sich über 100 Schützen aus nah und fern beteiligten. Am 27.April 1955 berichtet der Ilmgau Kurier: "Großangelegtes Osterpreisschießen des Schützenvereins Schweitenkirchen, das erste dieser Art nach dem Kriege."
Aus dem am 5.Mai 1956 veranstalteten 1. Freundschafts- und Königsschießen ging der Schweitenkirchener Bürgermeister Fritz Weber als Schützenkönig hervor. Vizekönig wurde Walter Zemann, die Ehrenscheibe gewann Georg Moser. Durch Spenden von Talern konnte in Pfaffenhofen die Anfertigung einer Schützenkette in Auftrag gegeben werden, die bei der Königsfeier an Fritz Weber überreicht wurde.
Nach guten Platzierungen in den vorausgegangenen Jahren konnte beim Gauschießen 1958 der Meistertitel in der Mannschaftswertung nach Schweitenkirchen geholt werden. Die siegreichen Schützen waren Hans Bantschu, Josef Hufnagel, Georg Kaindl, Ludwig Mayr und Walter Zemann.
Durch Abgänge an umliegende Gaue wurde im Jahre 1960 der Schützengau Pfaffenhofen aufgelöst, die Schweitenkirchener Schützen traten zum 1.Januar 1961 dem Schützengau Hallertau bei.
Schützenmeister Josef Hufnagel, der auch 2. Gauschützenmeister in Pfaffenhofen war, ging im Januar 1961 in seine alte Heimat Bamberg zurück. Korbinian Hauser, der Verwalter des damaligen Raiffeisenlagerhauses, übernahm die Führung des Schützenvereins.

1973 – 1991:  Ein Vereinsheim entsteht

Mit Beginn der Schießsaison 1973/1974 zogen die Schützen ins neue Vereinsheim am Sport- und Schulgelände um, wo man im Herbst drei Schießstände im Anbau zur Turnhalle in Eigenleistung errichtet hatte.
Von den heutigen Trägern des Heimes (FC und Schützen) wurde 1978 das Vereinsheim durch den Anbau von Küche, Kühlraum und Nebenzimmer sowie um vier zusätzliche Schießstände erweitert. Die Schützen beteiligten sich mit 800 von den über 1300 geleisteten freiwilligen Arbeitsstunden.
Seit 1978 nehmen unsere Schützenmannschaften an den Rundenwettkämpfen des Gaues Hallertau teil. Anfangs mit einer, heute bereits mit bis zu fünf Mannschaften in der Schützenklasse, und zwei in der Jungendklasse. Die für diesen Zeitabschnitt beste Platzierung erreichte Schweitenkirchen I 1988 mit dem 1.Platz in der Gauliga I. Im Aufstiegskampf zur Bezirksliga hatten sie jedoch leider das Nachsehen.
Einstimmig wurde in der Generalversammlung von 1979 der künftige Vereinsname "Schützenverein Eichenlaub - Schweitenkirchen" beschlossen.
Am 25. Juli 1982 nahmen die Eichenlaub-Schützen in Aufham an der Fahnenweihe von "Jung-Roland" teil. Beim Mittagessen beschloss man kurzerhand, zu Pfingsten des nächsten Jahres selbst eine Fahnenweihe abzuhalten. In den folgenden Wochen begann man mit den ersten Vorbereitungen; auch ein Festausschuss wurde gewählt, der für die Vorbereitung und Ausführung der Fahnenweihe verantwortlich war. Am Pfingstsonntag, dem 23. Mai 1983 wurde die neue Fahne im Beisein von 49 Vereinen von Ehrenmitglied Pfarrer Anton Bichler und Pfarrer Engelbert Wagner geweiht. Seit Dezember 1989 besteht eine Böllergruppe, unter der Leitung von Josef Badhorn, aus inzwischen 20 Vereinsmitgliedern, die bei Festen sowie bei Hochzeiten und besonderen Geburtstagen von Vereinsmitgliedern Salut schießt. Bei der Jubiläumsfeier zum 40-jährigen Vereinsbestehen am 23. März 1991 konnten im Beisein von Gauschützenmeister Schwarz und Bürgermeister Elfinger verdiente Vereinsmitglieder sowie die Gründungsmitglieder Bantschu, Biebel, Hufnagel und Mayr geehrt und ausgezeichnet werden.

 

1992 – 2000:  Eine neue Ära der Führung beginnt

Nach insgesamt 17 Jahren aufopferungsvoller Amtszeit gab 1989 Johann Bantschu die Leitung des Schützenvereins in die Hände von Johann Badhorn, der das Amt des 1. Schützenmeisters auf eine professionellere, aus der Arbeitswelt bekannte und bewährte, Basis stellt. Dies hatte zur Folge, dass der Verein kontinuierlich in seiner Mitgliederzahl wuchs und die sportlichen Leistungen erheblich gesteigert wurden.
Das seit 1974 ausgetragene Gemeindepokalschießen wurde ab 1989 bereits 10 mal gewonnen. Auch in den verschiedenen Gauligen gab es seitdem mehrere Meistertitel.

Dies gipfelte 1999 mit dem Aufstieg in die Bezirksliga, in der die 1. Mannschaft, bestehend aus Michaela Joba, Astrid Stöhrmann, Bernd Stöhrmann (später Johannes Badhorn) und Andreas Müller, mit dem 1. Tabellenplatz in die Winterpause 2000/2001 ging. Auch vereinzelte Teilnahmen an bayrischen Meisterschaften und in den letzten Jahren sogar an deutschen Meisterschaften, durch Michaela Joba, Maria Wimmer, Johannes Badhorn, und Peter Stöhrmann, sowie Einladungen zu Ländervergleichskämpfen und Trainingslagern auf Landesebene zeugen vom sportlichen Aufstieg des Vereins.
Im Bereich der Mitgliederzahlen ging es seit 1989 ebenfalls aufwärts. Im Augenblick zählt der Verein 202 Mitglieder, davon sind 47 im Jugendbereich. Was auf eine ausgezeichnete Jugendarbeit schließen lässt. Seit 1996 gibt es auch einen eigene Jugendvorstandschaft, mit Wolfgang Blaimer als 1. Vorstand.

 

2000 – 2002:  Ein ereignisreicher Start ins neue Jahrtausend

Im Jahr 2000 gab es dann noch mal eine Änderung der Vereinsstruktur. Zur Generalversammlung wurde beschlossen die Last der Vereinsführung auf 3 Schultern zu verteilen. Der neue Vorstand besteht seitdem aus Johann Badorn (1. Vorstand), Christian Biebel (2. Vorstand) und Konrad Schmid (3. Vorstand). Ebenfalls wurde beschlossen im Jahr 2001, nach Ostern, ein Gauschießen abzuhalten, zu dem bis zu 1000 Schützen erwartet werden. Zu Pfingsten wird dann, zur Krönung dieses ereignisreichsten Jahres der Vereinsgeschichte, auch noch das 50-jährige Jubiläum gefeiert. Hierzu werden ca.50 Vereine aus nah und fern erwartet.
Im selben Jahr kann dann auch die 1999 von der Gemeinde Schweitenkirchen gekaufte, ehemalige Tennis-/Gokart-Halle, Leitlhöhe 1, bezogen werden. Dieses Gebäude wird zur Zeit zu einer großzügigen Sporthalle für alle Vereine Schweitenkirchens umgebaut, so dass der Schützenverein 2001 mit dem Einbau seiner 18 Luftgewehr- bzw. Luftpistolen- und 4 25m- Stände beginnen kann. Die Saison 2001/2002 wird dann in der neuen Halle mit Schiessständen eröffnet, die dem neuesten Stand der Technik entsprechen.

 

Ab 2003: Einzug in das Elektronik-Zeitalter

2004 wurde die Modernisierung des Schießstandes in Angriff genommen. Im Vergleich zur bisher eingesetzten Technik wurde ein Quantensprung vollzogen – die Anschaffung von zunächst 9 vollelektronischen Ständen mit Bildschirmanzeige, und einem PC als Schaltzentrale. Bereits 2 Jahre später wurde um weitere 3 auf insgesamt 12 Schießstände erweitert.

Grund dafür war natürlich auch dem im sportlichen Bereich erreichten Erfolg gerecht zu werden. Die 1. Mannschaft konnte in der Saison 2005/2006 mit dem Aufstieg endlich den Traum von der Bayernliga verwirklichen.

 

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© SV Eichenlaub Schweitenkirchen e. V., Schützengau Hallertau, Bezirk Niederbayern, Mitglied im Bayerischen Schützenbund e.V.